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Filmkritik: Matrix Revolutions

Mit einiger Verspätung schreibe ich nun auch noch meine Kritik zum Abschluss der legendären Matrix-Trilogie. Nachdem mir die ersten beiden Filme sehr gefielen, war ich auch noch auf den dritten Teil gespannt. Aber konnte er meine Erwartungen erfüllen? Spoiler alert!

Die Handlung schließt nahtlos an Teil 2 an: Der Angriff der Maschinen auf die Stadt Zion steht unmittelbar bevor und Neo (erneut gespielt von Keanu Reeves) ist die letzte Hoffnung einer desillusionierten Menschheit. Doch im Moment liegt er scheinbar ohnmächtig in einem Krankenzimmer auf einem Raumschiff im Hafen von Zion. Aufgrund seiner Gehirnaktivität lässt sich jedoch erkennen, dass er sich in die Matrix eingeklinkt hat, wo er gerade in einer U-Bahn-Station, gelegen in einer Art Zwischenwelt, darauf wartet, wieder raus zu können. Trinity und Morpheus begeben sich zum Merowinger, in dessen Auftrag der "Schaffner" in der Zwischenwelt tätig ist, und fordern eine Freilassung Neos, worauf der Merowinger nach Androhung von Waffengewalt schließlich eingeht.

© Warner Bros. Home Entertainment




Zurück in Zion ist die Handlung schnell erklärt: Neo macht sich mit Trinity an die Erdoberfläche auf, während in der Unterwelt der endgültige Kampf zwischen Mensch und Maschine tobt. In der Maschinenstadt angekommen, stirbt Trinity in Neos Armen, welcher sich nun allein zu den Maschinen aufmacht und ihnen einen Deal vorschlägt: Da Agent Smith außer Kontrolle geraten ist und eine Gefahr für Menschen wie Maschinen darstellt, bietet er die Tötung Smiths an, wenn die Maschinen dafür den Kampf gegen die Menschheit beenden. Die Maschinen willigen ein und bringen Neo in die Matrix. Er kämpft gegen einen einzelnen Smith, der ihn scheinbar besiegt und Neo "überschreibt". Die Maschinen jagen einen gigantischen Elektroschock durch Neos Körper, welcher somit Neo und Smith tötet. Daraufhin wird die Matrix neugestartet. Die letzte Szene des Films zeigt ein Treffen zwischen dem Architekten und dem Orakel. Auf die Frage, wie lange der Frieden in der Matrix nun währen solle, antwortet das Orakel in den letzten Sekunden der Trilogie: "So lange es geht."

"Matrix Revolutions" lässt im Vergleich zu den ersten beiden Teilen der Trilogie leider deutlich nach. Natürlich musste man die Trilogie irgendwie noch zu Ende führen, aber das hätte man besser machen können als mit einem Film, bei dem der Kampf gegen die Maschinen locker die Hälfte des Films einschließt - großteils an einem Stück! Die Schauspieler sind trotzdem wie gewohnt sehr gut, auch wenn man Keanu Reeves eine gewisse Langeweile ansehen kann. Für den Soundtrack nutzten die Wachowskis leider sehr wenige  lizenzierte Titel, die meiste Zeit hört man somit monotone Techno-Beats oder chorale Einwürfe. Die Kameraführung gefiel mir besonders in der Zwischenwelt erneut sehr gut, während der Actionszenen verkommt "Matrix Revolutions" aber zu einem konventionellen Hollywood-Actionstreifen, sogar die charakteristische "Bullet Time" wurde diesmal fast gänzlich weggelassen, was irgendwie das Gefühl aufkommen ließ, man sehe gar keinen "Matrix"-Film mehr. Nichts desto Trotz war der finale Kampf gegen Agent Smith brillant in Szene gesetzt und das Ende ist angenehm offen für diverse Interpretationen gehalten. Letztendlich also ein eher halbgarer Abschluss der bis dahin so grandiosen Trilogie, der dann hoffentlich auch der letzte Film der Franchise war.

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