Direkt zum Hauptbereich

Genesis - Selling England by the Pound


Wer jemals das "Glück" hatte, mich durch irgendein unvorsichtig gewähltes Stichwort auf Genesis zu bringen, der oder die muss hier eigentlich gar nicht mehr weiterlesen, denn meine Ansicht zu "Selling England by the Pound" habe ich wohl schon vielen Mitmenschen mehr oder minder unfreiwillig aufs Auge gedrückt. Doch alle anderen (und natürlich auch erwähnte Zeitgenossen) lade ich ein, meine Kritik zu dem Album zu lesen und sich anschließend selbst ein Bild zu machen. Viel Vergnügen!

1972: Genesis haben sich in Kontinentaleuropa bereits eine treue Fangemeinde erspielt - besonders in Italien und Belgien, wo die beiden Platten Trespass und Nursery Cryme große Erfolge wurden. Nach exzessiven Touren durch Europa und vereinzelt auch schon Nordamerika setzt sich die Truppe um Peter Gabriel, Steve Hackett, Tony Banks, Mike Rutherford und Phil Collins (der damals gerade mal sein zweites Jahr bei Genesis bestreitet) im Keller einer Tanzschule irgendwo in London zusammen und beginnt, an ihrem vierten Album zu schreiben. Das Ergebnis erscheint am 6. Oktober und nennt sich Foxtrot. Trotz des merkwürdigen Cover-Designs (Steve Hacketts nüchterner Kommentar zum Coverbild von Paul Whitehead) schafft es die Band erstmals, auch in ihrer Heimat Großbritannien einen Charterfolg hinzulegen und eine treue Käuferschaft katapultiert die Platte auf Platz 12 der britischen Albumcharts. Dazu kommt noch das legendäre Supper's Ready, das sich auf Seite zwei der Platte findet und zu einem der berühmtesten Genesis-Songs werden wird - auch dank Peter Gabriels theatralischer Bühnenshow (wer jemals das berühmte Sonnenblumen-Kostüm Gabriels gesehen hat: es wurde für Supper's Readys fünften Satz Willow Farm entworfen).

Das Management will mehr: 1973 erscheint bald einmal der Nachschlag Genesis Live, der fünf Tracks in ausufernden Live-Versionen beinhaltet und die Band in England gar in die Top Ten der Charts bringt. Die wachsende Anhängerschaft wünscht sich nun natürlich den selben Sound wie auf Foxtrot, da britische Fans ja vor Foxtrot wenig von der Band wussten. Besonders Phil Collins empfindet dies während der Aufnahmen zum Nachfolger Selling England by the Pound als äußerst belastend, Gerüchte über seinen Austritt aus der Band bilden sich. Doch Collins bleibt im Team, und nach knapp sechs Wochen sind die Songs fertig geschrieben. Die erste maßgebliche Änderung ist nun der Wechsel des Produzenten, denn für ihr fünftes Album verpflichten Genesis jemanden, der sich - hart gesagt - mit dem Produzieren von Rockmusik irgendwie auskennt und dieser Ausnahmeband ENDLICH den Sound verpasst, der ihrer Musik würdig ist. Sind ja an sich beste Voraussetzungen; doch blicken wir nun endlich auf das Endprodukt...

Can you tell me where my country lies? wimmert Peter Gabriel zu Beginn der Platte klagend ins Mikrofon. Langsam setzt auch die Gitarre ein, später folgen noch Orgel und Klavier (hervorragend von Banks gespielt!). Die pastorale Atmosphäre von Dancing With the Moonlit Knight steigert sich unaufhörlich, bis nach zwei Minuten schlagartig Collins' Schlagzeug einsetzt und wenig später die Stromgitarren diesen Track endgültig zu einem waschechten Rocksong machen, bei dem dann auch die Orgel voll in ihrem Element aufgeht. Dieser erste Instrumentalteil zeigt bereits die ganze Stärke Genesis' und dieser Platte im Speziellen: Mehr Progressive geht gar nicht! Das Instrumental wird lediglich durch Gabriels zweite Strophe wieder unterbrochen, bevor es weitergeht, nun auch der Bass hinzukommt, sich mit der Orgel ein Quasi-Soloduell liefert, bis das Stück schlagartig in ruhige Folk-Töne umschwingt, die Flöte in Erscheinung tritt und langsam das Fade-Out kommt - als ich dieses Lied an dieser Stelle endgültig verstanden hatte, war ich vollkommen von den Socken. Dieser wahrlich fabelhafte Auftakt mündet nun in der so ziemlich einzig erfolgreichen Genesis-Single während der Gabriel-Jahre, nämlich dem sehr poppigen I Know What I Like (In Your Wardrobe), welches 1974 in England immerhin Position 21 der Single-Charts erreichen konnte. Musikalisch lassen sich hier Parallelen zu dem damals in den US-Charts sehr erfolgreichen Country-Song The Night the Lights Went Out In Georgia feststellen, die Zeile listen son, you're wasting time bezieht sich in ihrer Intonation sogar direkt auf den Song.

Textlich stehen die ersten beiden Stücke in einem programmatischen Zusammenhang (wie überhaupt das ganze Album): Es geht um den Werteverfall Großbritanniens (deswegen Selling England by the Pound), zum Einen natürlich durch sukzessive Amerikanisierung der britischen Kultur (welche sich seit den 60er-Jahren vor allem im Bereich Film irgendwie abgezeichnet hatte, wenngleich Großbritannien sich mit wahrlich großartigen neuen Kulturerzeugnissen wie der Sitcom Monty Python's Flying Circus ohnehin erfolgreich gegen eine US-Invasion auf kultureller Ebene wehren konnte), zum Anderen womöglich auch durch den EU (damals noch EG)-Beitritt des Vereinigten Königreiches Anfang 1973, den Genesis womöglich als kritisch für das Heimatland betrachteten, ich kann es nicht sagen, doch es wäre gut möglich, wenn man den Veröffentlichungstermin der Platte und ihre Texte betrachtet. Denn musikalisch kristallisiert sich eines bereits zu Beginn deutlich heraus: Das Klangbild der Platte ist mehr als jemals zuvor (und danach) bei Genesis ein elitär-britisches - alte Volkslieder aus dem siebzehnten Jahrhundert dürften hier genauso Pate gestanden haben wie der britische Hard Rock der späten 60er-Jahre (vor allem Deep Purple dürfte der Band gefallen haben).
Doch blicken wir weiter...

Es folgt Firth of Fifth, das mit seiner Klavier-Einleitung schon fast klassich anmutet, bevor schlagartig und etwas überstürzt die ganze Band einsetzt. Gitarre und Orgel dominieren die Strophen, liefern ein sehr breites Erscheinungsbild der Musik, bis dazwischen wieder einmal die Folk-Gitarre zum Einsatz kommt, bevor das Stück in ähnlicher Manier in einen wunderschönen Flötenteil mündet, welcher dann vom Synthesizer abgelöst wird, der das Stück dann wieder mehr progressive macht und das Klavier vom Anfang zitiert (eine Reprise). Alsbald setzt ein Gitarrenpart ein, der die Melodie der Flöte von zuvor übernimmt und alle Instrumente um sich versammelt, während Peter Gabriel seine letzte Strophe zum Besten gibt. Der Text handelt von Massenpsychologie, von Unmündigen, die sich wie Schafe führen lassen und das auch gerne tun (The sheep remain inside their pen, though many times they've seen the way to leave).

Eine damalige Rarität folgt nun in Form von More Fool Me, war es doch einer von genau zwei Genesis-Songs der Gabriel-Bandphase, die Phil Collins singen durfte (der andere war For Absent Friends aus Nursery Cryme). Musikalisch für Genesis auch eine Rarität, zeigt der Song deutliche Einflüsse amerikanischer Folk-Rock-Interpreten, allen voran erinnert mich das Stück sehr an Crosby, Stills & Nash. Auch lyrisch kapselt sich das Lied vom Rest der Platte ab und handelt - wie so oft bei Dingen, die mit Phil Collins zu tun haben - von jemandem, der nicht einsehen will, dass seine Geliebte ihn verschmäht. Musikalisch sehr schön, wirkt More Fool Me im Kontext leider etwas abtörnend. Dafür folgt nun The Battle of Epping Forest, welches womöglich einen Tick zu lang ist, dafür aber wieder in gewohnter Genesis-Manier jede Menge historische Allegorien vereint. Die grundlegende Handlung erzählt von einem Gangkrieg um Gebiete im Epping Forest nördlich von London, jedoch natürlich angereichert mit allerlei schwer übersetzbaren Wortspielchen (He employed me as a Karma mechanic...). Zumal erinnert mich das Lied sehr an den Dreißigjährigen Krieg, so glaube ich auch, dass textliche Verweise auf Christian Soldiers und musikalische Imitation alter Kriegsmusik mithilfe des Synthesizers beabsichtigt waren. Die Drums kommen im Battle ganz besonders zum Tragen - Phil Collins hat meiner Meinung nach nie wieder so gut gespielt wie auf diesem Album. Das Stück endet auf einem Orgel-Sustain und man hört schon richtig das and it's... heeey babe... aus Supper's Ready - ein Verweis darauf, dass der geschilderte Kampf aus Supper's Ready noch nicht geschlagen ist? Womöglich die selbe Zirkelkonstruktion wie auf Pink Floyds The Wall? Dies wäre gut möglich und würde nur noch mehr den Eindruck bieten, dass Foxtrot und Selling England in Wirklichkeit eine Einheit bilden - textlich wie musikalisch, so handelt Foxtrot auch schon von damals aktuellen britischen Phänomenen wie Miethaien (Get 'Em Out by Friday) und auch der surreale Humor ist der selbe wie auf Selling England. Mehr Gedanken hierzu folgen bei Gelegenheit noch.

Nun steuert alles auf den absoluten Höhepunkt der Platte und des gesamten Schaffens von Genesis zu: After the Ordeal ist ein etwas langes Instrumental, und dann... kurze Stille, die Nadel durchkämmt den Leerraum zwischen den Stücken - aber dann: Die 12-String-Gitarre setzt ein und schafft sogleich wieder diese wunderbare Atmosphäre, diese akustische Vollkommenheit, die diesem Werk so eigen ist, als schließlich der Gesang einsetzt: Home from work, our Juliet clears her morning meal ist bewusst so formuliert: Der Text greift die zutiefst britischen Charaktere Romeo und Julia auf und versetzt sie in die Rollen einer Frau, die vermutlich zwei Jobs leisten muss, um zu überleben und eines Mannes, der in einem Keller wohnt und so tut, als sei er reich, um Frauen ins Bett zu bekommen. Eine zutiefst desillusionierte Exposition, werden doch diese archetypischen, klassisch-britischen Liebhaber als ausschließlich den Sex suchende Großstädter dargestellt, wie man sie sich eher bei Woody Allen erwarten würde. Diese erste Strophe des Liedes fasst eigentlich das komplette Album perfekt zusammen: Das Britische existiert nur mehr im Schein, die Substanz geht vollständig verloren. Beide glauben zu wissen, wie sie den jeweils anderen ins Bett bekommen können: Dass sie letzten Endes jedoch nichts wissen, wird ihnen von der Figur des Tiresias vor Augen geführt: Dieser war in der griechischen Mythologie ein Priester des Zeus, der einer weiblichen Schlange den Kopf abschlug und in Folge dessen in eine Frau verwandelt wurde. Sieben Jahre später köpfte er eine männliche Schlange, wurde wieder zum Mann und sollte Hera und Zeus beantworten, wer mehr Lust beim Sex empfinde: die Frau oder der Mann. Tiresias tat kund, dass er als Frau mehr Lust empfunden hatte und da er das Geheimnis der Frauen verraten hatte, ließ Hera ihn erblinden. Hier nun führt er Romeo und Julia vor Augen, wie wenig sie wirklich über das jeweils andere Geschlecht wissen, Peter Gabriel leitet ihn ein(Take a little trip back with father Tiresias, listen to the old one speak of all he has lived through). Musikalisch findet sich hier vor allem ein unfassbares Synthesizer-Solo von Tony Banks, welches dann auch wieder von Phil Collins an den Drums akzentuiert wird. Das Stück geht schließlich in Aisle of Plenty über, musikalisch eine Reprise von Dancing With the Moonlit Knight und textlich einfach eine weitere Wortspielerei zum Schluss, die unter anderem britische Supermarktketten wie Tesco und Safeway aneinanderreiht.

Wie geht es nun weiter? Selling England by the Pound klettert in den britischen Charts bis auf Position 3, was für Genesis einen großen Erfolg darstellt. Zeitgenössische Kritiken sind jedoch mäßig begeistert, so heißt es etwa im Guardian, viele der Songs klängen gleich und seien einfach langweilig. Der Rolling Stone kritisiert das Übermaß an Referenzen auf britische Kultur, lobt jedoch das Wagnis der Band, sich vollständig von der üblichen Pop-Musik der damaligen Zeit abzuheben. Die Band selbst sieht das Album ebenfalls kritisch, betrachtet es als "lächerlich lang" (Banks), lediglich Steve Hackett hält es für das beste Genesis-Album, wohl auch, da er viel Arbeit hineinsteckte. Letzten Endes beschreiten Genesis im Folgejahr mit The Lamb Lies Down On Broadway wieder andere Wege. Mit Erfolg, zählt Lamb doch zu den besten Alben von Genesis.

Ich persönlich sehe das anders - mir ist Lamb schlicht und ergreifend zu lang und Selling England by the Pound ist meiner Meinung nach mit Abstand das beste Genesis-Album, sogar noch besser als Duke (!) und Foxtrot. Die Harmonien des Albums, die genialen Texte, einfach diese wunderbare Musik und das geniale Konzept, dessen Details sich erst langsam offenbaren, machen diese Platte zum genialen Hörerlebnis. Somit wäre auch schließlich die dritte meiner drei perfekten Platten hier gefunden und besprochen, denn für mich ist Selling England by the Pound vom ersten bis zum letzten Ton wahrhaftig vollkommen. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass dieses Album womöglich der ewige Höhepunkt menschlichen Kunstschaffens ist, ein Werk so kunstvoll ausgearbeitet, doch gleichzeitig so klar in seinen Grundaussagen, dass es sich (bei meiner Begrifflichkeit von Kunst als etwas, das oberflächlich klar erscheint, doch in all seinen Details immer mehr Facetten und Interpretationsmöglichkeiten offenbart und in Folge dessen alle Zeiten überstehen kann) wirklich für diesen Titel qualifizieren könnte. Wie viele andere sicher auch, musste ich mir diese Platte zunächst "erhören", empfand sie zunächst sogar als ausgesprochen langweilig (ja ja, kommt davon, wenn man sie nebenbei über YouTube hört!), doch dies legte sich endgültig, als ich mir das Album aus purer Neugier nochmals in nächtlicher Ruhe anhörte. Und seitdem kann ich sagen, dass Selling England by the Pound gemeinsam mit Young Americans und Brothers in Arms so etwas wie die "heilige Trinität" meines Musikhörens darstellt. Alle drei musste ich oft hören, bevor sie mir wirklich gefallen konnten, alle drei sprechen für mich so tiefe Emotionen an, dass sie - egal in welchem Augenblick - einen Zustand absoluten Glücks hervorrufen können, etwas, das wirklich selten ist. Es sei zum Schluss noch gesagt, dass ich Selling England by the Pound absolut JEDEM empfehle, der noch Luft zum Atmen hat, so reinigend wirkt das Anhören dieses Meisterwerkes der Menschheitsgeschichte. Ich kann, muss dem Album fast schon die volle Punktzahl 5 von 5 geben, alles andere wäre blanker Hohn.

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Leonard Cohen - Songs of Leonard Cohen

Manchmal ist es schön, die so genannten 'losen Enden' vergangener Jahre zusammenzuführen. Die Geschichte von meiner Entdeckung eines Albums, das ich aus gegebenem Anlass erst viel später gekauft und einige Zeit später aus demselben Anlass jemandem zum Geschenk gemacht habe. 

Es mag inzwischen gut zehn Jahre her sein. Da fiel mir eine CD in die Hände mit dem Titel The Sound of Woodstock - Spirit of an Era. Eine Zusammenstellung von 16 Songs, nur sehr bedingt aus der Zeit von Woodstock, aber nichts desto Trotz wunderbar. Einer davon stammte von Leonard Cohen, dem legendären kanadischen Singer-Songwriter, und trug den Titel Suzanne. Auch wenn ich als Zehnjähriger den Inhalt des Liedes nur sehr mäßig, wahrscheinlich gar nicht, verstanden habe - es hat mir seit dem ersten Hören unglaublich gut gefallen.

In den Jahren danach habe ich langsam mehr Songs von Leonard Cohen gehört. Und das Gefühl, irgendetwas oder irgendjemand wollte mich letzten Endes zum Kauf von Cohens erstem Album (…

Dekadent und verdammt stolz drauf! Vier Platten für den puren Hedonismus

Ich habe mit dem Jahreswechsel etwas beschlossen. Ich habe beschlossen, mich künftig viel ungetrübter am Leben in vollen Zügen zu erfreuen - komme, was wolle. Denn das ist etwas, was ich in den letzten Jahren immer vernachlässigt habe. Damit ist jetzt Schluss - begraben wir die Schwere des Gemüts und holen den Champagner raus! Aus diesem Grund schreibe ich heute über ein paar Alben, die mich auf diesem Weg begleiten werden - manche bereits hier besprochen, andere nicht. Get ready 2 party like it's 1999!


Prince - 1999
Warner Bros.
1982

Das Motto dieses Albums lautet knapp: I don't wanna die, I'd rather dance my life away. Noch Fragen? Dieser Platte habe ich schon einen Text gewidmet. Aber trotzdem muss sie einfach hier nochmals aufgeführt werden. Ich will ehrlich sein, dieses Album sollte zur Grundausstattung jeder dekadenten Seele gehören. Das Album gibt über 70 Minuten Vollgas, gewürzt mit den fettesten Keyboards, Synthesizern und Drumcomputern, die man 1982 irgendwie auft…

Battle Royale (2000)

Eine grandiose Satire, haben sie gesagt. Ein erbarmungs- und absolut kompromissloser Actionthriller, haben sie gesagt, eine schockierende Dystopie, verpackt in ein hochexplosives Feuerwerk der Gewalt. Schade nur, dass der Rauch, der von diesem explosiven Werk ausgeht, in erster Linie viel Rauch um nichts ist.

Japan, Anfang des 21. Jahrhunderts: da die Jugend nicht mehr in den Griff zu bekommen ist, erlässt die Regierung das sogenannte BR-Gesetz. Diese Reform bewirkt, dass jedes Jahr eine Schulklasse auf eine unbewohnte Insel gebracht wird, wo sie sich drei Tage lang gegenseitig umbringen muss - dabei darf es beim sogenannten Battle Royale nur einen Überlebenden geben. Der Film wird von Texteinblendungen begleitet, die stets einblenden, wer gerade umgebracht wurde und wie viele der Schülerinnen und Schüler noch am Leben sind.

Auf dem Papier klingt diese Handlung zunächst einmal wirklich, wirklich vielversprechend. Die Grundidee einer Regierung, die ihre Jugendlichen ganz bewusst in ein…